Propädeutikum

Seit Oktober 2008 beginnt nach einem Beschluss der Bayerischen Bischofskonferenz die Priesterausbildung mit dem propädeutischen Jahr. Diese grundlegende und studienvorbereitende Ausbildungsphase ist an den beiden Standorten Bamberg (für die Priesterseminare Bamberg, Würzburg, Eichstätt, Speyer und Erfurt) und Passau (für die Seminare München und Freising, Augsburg, Passau und Regensburg) angesiedelt.

Drei Stichpunkte beschreiben das Ausbildungsziel des Propädeutikums:

Glaubensschule:
Glaubensvertiefung und Einübung in das geistliche Leben, Klärung der Berufung; dazu gehört auch ein mehrwöchiger Aufenthalt im Heiligen Land mit intensiver Lektüre der Heiligen Schrift („Bibelschule“).

Lebensschule: Praxiseinsätze in sozial-caritativen Einrichtungen begleiten das ganze propädeutische Jahr und dienen dazu, den eigenen Horizont zu erweitern, Dienstbereitschaft einzuüben und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Sprachenschule:
Wer Theologie studiert, braucht dazu Kenntnisse in Latein, Altgriechisch und Hebräisch. Die sprachlichen Voraussetzungen für das Studium werden im propädeutischen Jahr erworben.
Für Studierende des Dritten Bildungsweges gibt es im Rahmen des Bischöflichen Studiengangs „Studium Rudolphinum“ ein eigenes, auf die besonderen Erfordernisse zugeschnittenes propädeutisches Jahr.

Propädeutikum Passau_sw
Propädeutikum Wintersemester 2017