Vom 4. bis 7. Oktober reisten die sieben neuen Seminaristen gemeinsam mit Regens Dr. Daniel Stark und Subregens Christoph Leuchtner zu ihrer Auftaktfahrt ins Salzkammergut und in die umliegenden Regionen. Im Mittelpunkt der viertägigen Reise standen das gegenseitige Kennenlernen zu Beginn der Ausbildungszeit sowie die Auseinandersetzung mit dem Leben und Wirken des heiligen Bischofs Wolfgang.
Den Beginn bildete die Feier der Heiligen Messe in St. Wolfgang in Essenbach. Anschließend führte die Fahrt zur Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Wolfgang bei Erding, wo der Überlieferung nach der heilige Wolfgang durch sein Gebet eine Heilquelle entspringen ließ. Nächste Station war St. Wolfgang bei Altenmarkt an der Alz mit dem historischen, im Kirchenraum gefassten Schlupfstein, der an die Rast des Heiligen erinnert.
Nach dem Besuch der Wallfahrtsbasilika Maria Plain nahe Salzburg besichtigte die Gemeinschaft am zweiten Tag die Basilika St. Michael am Mondsee sowie das Benediktiner-Europakloster Gut Aich. Dort bot eine Führung Einblicke in das monastische Leben und die klösterliche Kräuterheilkunde. Eine besondere Verbindung zum Bistum Regensburg ergab sich beim Besuch von Gut Aich durch das dort gefertigte „Wolfgang-Hackl“ – ein Reliquiar, das im Regensburger Dom seinen Platz gefunden hat. Es wurde von Gold- und Silberschmiedemeister Michael von Ooyen in den Kunstwerkstätten des Klosters gefertigt.
Am dritten Tag stand die Pilgerwanderung auf den Falkenstein am Wolfgangsee auf dem Programm, wo sich der heilige Wolfgang der Überlieferung nach als Einsiedler zurückzog. An historischen Stätten wie dem Falkensteinkirchlein, dem „Waxweichen Stein“ und dem Ort des legendären Hackelwurfs setzte sich die Gruppe mit den überlieferten Geschichten rund um den Bistumspatron auseinander. Nach der Heiligen Messe und einer Führung in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang im Salzkammergut eröffnete die folgende Schifffahrt nach St. Gilgen einen eindrucksvollen Blick auf die Landschaft rund um den Wolfgangsee und bot zugleich Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Am letzten Tag besuchte die Gruppe Traunkirchen mit seiner berühmten Fischerkanzel sowie die hochbarocke Dreifaltigkeits-Wallfahrtskirche in Stadl-Paura. Danach feierte die Gemeinschaft die Heilige Messe im Franziskanerkloster Pupping, dem Sterbeort des heiligen Wolfgang, der dort am 31. Oktober 994 verstarb.
Den Abschluss bildete ein Besuch in Passau mit der Besichtigung des Priesterseminars und des Doms St. Stephan.
Gestärkt im Glauben, reich an geistlichen Eindrücken und als Kursgemeinschaft zusammengewachsen, beginnen die sieben Propädeutiker nun ihr Einführungsjahr im Priesterseminar St. Wolfgang in Regensburg.
Text: Adrian Simon Leitner